Großbritannien setzt bei Gesundheit zukünftig auf künstliche Intelligenz

KI England

Die Regierung Großbritanniens plant neue Wege im Gesundheitssystem.

Sie will die Zusammenarbeit von Experten und Unternehmen aus den Bereichen künstliche Intelligenz (KI) und Medizintechnik fördern, um diese zukünftig verstärkt im Gesundheitssektor zu nutzen. Dazu nennt die britische Regierung auch bereits konkrete zukünftige Anwendungsbereiche für die KI.

So soll KI-Software bald dabei helfen die Patientenversorgung und -verteilung besser zu planen und so zum Beispiel die Belegung von Betten, die Medikamentengabe und Operationsabläufe zu optimieren. Werden diese und andere administrativen Aufgaben in Zukunft vermehrt von einer KI übernommen, soll das Klinikpersonal dadurch entlastet werden und sich demnach verstärkt der Patientenbetreuung widmen können.
Im Bereich der Diagnostik soll die künstliche Intelligenz durch effizientere Analysen von Gesundheitsdaten bei der Krebsvorsorge und -früherkennung helfen. Ähnliches ist auch für Demenz- und Herzerkrankungen geplant. Die KI soll es hier ermöglichen anhand verschiedener Faktoren Risikopatienten frühzeitig zu identifizieren und damit eine frühzeitige Prävention ermöglichen.

Bereits im britischen Gesundheitssystem eingesetzte KI-Systeme sollen ausgebaut und verbessert werden.

Angestellte und Ärzte sollen zudem besser für ihre Nutzung geschult werden. Neben den Plänen zur künstlichen Intelligenz, wird auch der Einsatz von Virtual-Realitiy-Technologien untersucht. Aktuell erprobt beispielsweise eine Studie, deren Ergebnisse Ende 2020 feststehen sollen, den Einsatz VR-gestützter Therapien bei psychischen Störungen.
Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock sieht die Gesundheitstechnologie insgesamt an der Schwelle zu einer Revolution, die zu einem „vorausschauenden, präventiven und personalisierten Gesundheitssystem“ führen könnte.

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